Spnburg |
|
Antwort über Windfahnenpolitik von Kurt Bischofsberger, Wittnauvon Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick JA zu mehr Sicherheit und Sachlichkeit von Elisabeth Burgener, Gipf-OberfrickAnnabelle im Coiffeursalon irgendwo in der Schweiz von Ursula Nakamura-Stoecklin, WölflinswilJa zu mehr Steuergerechtigkeit von Elisabeth Burgener, Gipf-OberfrickSteuergerechtigkeits-Initiative von Kurt Bischofsberger,Wittnauvon Kurt Bischofsberger, Wittnau von Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick von Kurt Bischofsberger, Wittnau von Albert Gassmann, Kaisten Gezielt und wirksam in die Zukunft investieren von Albert Gassmann, KaistenBrauchen wir neue Atomkraftwerke? von Rolf Keller, Wölflinswilvon Kurt Bischofsberger, Wittnau Chance für moderne Lösung nicht verpassen von Albert Gassmann, Kaistenvon Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick von Lukas Musumeci, Gipf-Oberfrick von Kurt Bischofsberger, Wittnau Antwort über Windfahnenpolitik Leserbrief in der NFZ vom 9.8.2011 Nr. 89 von Alois Kuoni, SVP, Oberhof, über „Fragwürdige Windfahnenpolitik der SP“ wobei er aus dem SP Programm zitierte.Es ist eine Beurteilung aus national konservativer Sicht. Ueber- oder Unterstellungsinterpretationen bringen uns leider nicht weiter, wer am Laufmeter wie die SVP mit der Kündigung der bilateralen Verträge droht, kann damit auch nicht gute Aussenbeziehungen für unser Land erzielen. Wer wollte keine flankierenden Massnahmen zum Schutze des einheimischen Werkplatzes Schweiz, oder zur jüngst gestarteten Initiative der SVP, hat sie auch ihre Abweichler. Ich gehe davon aus, wir leben in einer Demokratie wo sich die Parteien einbringen können, im Dialog sollten dann kompromissfähige Vorlagen entwickelt werden. Wer seit der Bankenkrise bis zur heutigen Situation die Ereignisse kritisch und sachlich hinterfragt, kommt nicht darum herum sich damit zu befassen, sind wir eine Insel der Glückseligen oder leben wir nicht zu einem gewichtigen Anteil davon, Wie und Was in Europa und insbesondere auf dem Weltmarkt passiert. Beim angesprochenen Rückzug des Beitrittsgesuches handelt es sich um eine früher gemachte Absichtserklärung des Bundesrates, solange seitens der Schweiz wie von Europa keine aktiven Verhandlungen anstehen gelten die bilateralen Verträge. Während die SVP stets Nein und nochmals Nein predigt, bleibt die Europafrage für die SP eine prüfenswerte Option. So kenne ich keine/n so naiven SP-Politiker/In die mit fliegenden Fahnen, ohne vorherige kritische Auseinandersetzung in die Europäische Union wollen wie dies im Text unterstellt wird. Kurt Bischofsberger, alt Grossrat, Wittnau
In diesen Tagen jährt sich zum 25. Mal der AKW-Unfall in Tschernobyl.
Schreckliche Bilder der Sperrzone erscheinen zurzeit in den Medien.
Im März dann die AKW-Katastrophe in Japan, die viele wachrüttelt. Die
Diskussion um eine neue Energiezukunft ist endlich entfacht!
Die Beschädigung des Atommeilers in Fukushima legt offen, wie unberechenbar und gefährlich die Atomkraft ist. Hätte das Erdbeben auch noch ein Atommülllager getroffen, die Katastrophe wäre noch grösser. Zum Glück aber haben wir in der Schweiz diesbezüglich ja alles im Griff! Von den 6 potentiellen Atommüll-Standorten werden nächstens deren 2 ausgewählt. Der Bundesrat akzeptierte 2006 das Entsorgungskonzept der (von den AKW-Betreibern finanzierten) Nagra, und das ENSI (eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) winkt als „neutrale“ Aufsichtsbehörde Schritt für Schritt die Vorbereitungsarbeiten durch. Mit Befremden müssen wir feststellen, dass von offizieller Seite nicht mal andeutungsweise, in den aktuellen Auseinandersetzungen um die AKWs, Bezug genommen wird auf die Entsorgungsproblematik. Was aber geschieht, wenn ein unerwartetes, nicht vorgesehenes Naturereignis auch bei uns eintritt? Mit dem Nagra-Prinzip „aus den Augen, aus dem Sinn“ und einem Lagerkonzept, das nach 150 Jahren vollständig verschlossen und nicht mehr überwacht wird, bleibt diese wichtige Frage weiterhin unbeantwortet. Japan hat auch Auswirkungen auf den Umgang mit Restrisiken von Atommülllagern. Im Untergrund lauern unberechenbare Folgen auf Mensch und Umwelt. Daher lässt sich bei den AKW-Diskussionen die Frage der Atommülllager nie ausklammern. Elisabeth Burgener, Grossrätin, Gipf-Oberfrick JA zu mehr Sicherheit und Sachlichkeit Wie die Türhüter des Rechts steht die grossrätlich bürgerliche Männergruppe des Bezirks Laufenburg vor dem Grossratsgebäude (siehe Aargauer Zeitung vom 27. 1. 11)), bereit, die hiesigen Werte mit dem wenigstens gedanklich vorgeschnallten Sturmgewehr zu verteidigen. Doch aus weiblich-grossrätlicher Sicht möchte ich die Tür doch wenigstens einen Spaltbreit für eine andere Ansicht öffnen. Dass die Vorlage die Schützenvereine und das Schiesswesen bedroht, ist natürlich Unsinn, was weiss, wer sich mit der Initiative befasst. Es braucht dafür nur einen Ausweis, den jeder ernsthafte Schütze und Sportler problemlos erhalten wird. Auch dass der Zugriff auf Waffen deren Anwendung im Krisenfall (Kurzschlusshandlung mit Tötungs- oder Suizidversuch) begünstigt, sollte auch bei meinen Grossratskollegen angekommen sein. Dass viele Mütter, Frauen und Kinder schliesslich die Waffe im Haus je nach Fall als latente Bedrohung erleben, ist ebenso belegt. Stossender finde ich, dass die Frage des Waffenbesitzes wieder zu einer Wertediskussion stilisiert wird, wo mittels dem Nein-Plakat unterschwellig sogar zur Selbstjustiz aufgefordert werden darf. Das ist wertemässig bedenklich und sollte in einem modernen Staat nicht sein. Ein wesentlichster Punkt der Initiative ist das zentrale Waffenregister. Meines Erachtens gehört registriert, wer eine Schusswaffe zu Hause hat und wo die sich befindet. Liebe Grossratskollegen: ich bitte euch zur gedanklichen Entladekontrolle und um mehr Sachlichkeit.Elisabeth Burgener, Grossrätin, Gipf-Oberfrick Annabelle im Coiffeursalon irgendwo in der Schweiz „So, jetzt noch föhnen, dann reicht es gerade noch für den Kauf von Blumen zum heutigen Parteiabend“ denkt Yvonne vergnügt. „Schau mal“, ruft ihre Nachbarin unter der Warmlufthaube hervor. „Endlich unternimmt jemand etwas gegen diese unbeherrschten Saukerle!“ Sie blickt auf und zeigt auf einen Bericht in „Annabelle“, ihre gern gelesene Frauenzeitschrift. Tatsächlich, noch erschüttert von mehreren Tötungsdelikten hat „Annabelle“ eine eidgenössische Petition gestartet. Denn nie wieder darf es vorkommen, dass junge Frauen auf dem Heimweg von einem Unbekannten, Sportlerinnen von ihrem aggressiven Ehemann oder Studentinnen an der Bushaltestelle kaltblütig getötet werden, und dies ausgerechnet mit der nur allzu leicht verfügbaren Schweizer Armeewaffe. Renate diskutiert jetzt auch mit. „Ich werde diese Petition am kommenden Frauezmorge von unserem Frauenverein mitbringen. Das ist ja klar, dass wir Frauen vermehrt Schutz fordern“. So fand jene Petition sofort unglaublich viel Anklang insbesondere unter den Frauen, sodass schon bald schweizerische Frauenorganisationen quer durchs ganze politische Spektrum eine entsprechende Initiative lancierten. Inzwischen wird dieses Volksbegehren „Schutz vor Waffengewalt“ auch von mehreren politischen Parteien und zahlreichen Berufsorganisationen, welche die tragischen Auswirkungen leider nur allzu gut kennen, unterstützt: FMH, Verbindung der Schweizer Ärzte und Ärztinnen; Hausärzte Schweiz, Weisser Ring, Schweizer Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und ihre Familien, Kriminalpolizeiverband Wallis, Avenir Social Schweiz / Suisse (Sozialarbeitende), Stop Suicide usw…. Die Liste ist lang, siehe mehr unter www.schutz-vor-waffengewalt.chDa soll noch jemand sagen, dass dies nicht ein durch alle Bevölkerungsschichten hindurch breit unterstütztes Volksbegehren ist! Denn diese Initiative vertritt voll und ganz die echten schweizerischen Werte. Deshalb Ja am 13. Februar zu „Schutz vor Waffengewalt!“ Ursula Nakamura-Stoecklin, Wölflinswil JA zu mehr Steuergerechtigkeit Ein JA zur
Steuerinitiative führt
nicht, wie behauptet wird, zu einer
Belastung des Mittelstandes, sondern zu einer Entlastung.
Denn Steuergeschenke für Wenige (1% der Bevölkerung) haben einen Abbau
des Service Public für alle zur Folge.
Gute Schulen, kundenorientierte Verwaltung, Angebote für Familien
ergänzende Kinderbetreuung, ruhige und sichere Wohnquartiere und einen
attraktiven öffentlichen Verkehr sind Vorteile, die im
Standortwettbewerb einen Wohnort nicht nur für die Reichsten, sondern
für die ganze Bevölkerung attraktiv machen. Elisabeth Burgener, Grossrätin, Gipf-Oberfrick Zur Volksabstimmung vom 28. November 2010 Steuergerechtigkeits-Initative Es ist beinahe unheimlich, was dieser
Initiative mit Worten wie mit Bildern für negative Auswirkungen
angedichtet werden. Es ist aber durchaus verständlich, dass die
Finanzdirektoren ihren eigenen Steuergarten als den Erfolgreichsten
anpreisen. Der Wettbewerb der kantonalen Steuersysteme macht es
möglich, dass für einen kleinen Teil der Bevölkerung, die
kantonalen Unterschiede für ihre Steueroptimierung benützt werden
kann. Kurt Bischofsberger, Wittnau Für die Familie wie die
Gesellschaft ist die Bildung die wichtigste Grundlage für eine
erfolgreiche Bewältigung des Lebens. Wer Lust hat am Lernen
hat auch Freude und Erfolg, ist in der Lage selbstständig und
selbstbewusst das Leben zu gestalten. Gerade der Kaktus mit seinen
Stacheln ist eine interessante aufs Überleben ausgerichtete
Pflanzenart und eignet sich eher als Symbol für die Zustimmung
für die Bildungsvorlagen. Wer über eine entsprechende
Grundausbildung verfügt, ist kritikfähig und in der
Lage zwischen Behauptungen und Fakten zu unterscheiden. (Stacheln,
Blüten, Früchte) Der ewige Krieg zwischen
konservativem und fortschrittlichem Denken und Handeln findet ohnehin
immer und überall statt. Auch Reformen im Bildungswesen
führen gewollt und gezielt zu Veränderungen. Wollen
wir nun Ängste schüren oder Hoffnungen wecken. Nach
eingehender Information der Abstimmungsvorlagen, wozu die
Mehrheit des Parlamentes wie die Regierung die Annahme empfehlen.
Stellt sich die Frage, leben die Gegner mit dem Bildungskaktus und
ihren Argumenten in einer anderen Welt? Kurt Bischofsberger, Wittnau Schul- UND Komplementärmedizin Beide haben Stärken und Schwächen. Nutzen wir die Stärken von beiden und sagen am 17. Mai JA zur „Zukunft mit Komplementärmedizin“. Ein JA bedeutet bessere Behandlungserfolge und eine einheitliche Qualitätssicherung in der ganzen Schweiz. Antroposophische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Pflanzenheilkunde und die Traditionelle Chinesische Medizin müssen, nachdem sie mit fadenscheinigen Begründungen ausgeschlossen wurden, wieder und definitiv in die Grundversicherung aufgenommen werden. Elisabeth Burgener, Grossrätin, Gipf-Oberfrick
SVP Inserat in verschiedenen Tages-Zeitungen Einmal mehr macht die SVP mit polemischen Inseraten Politik. Kurt Bischofsberger, alt Grossrat SP, Wittnau Gefühle und Bankenwelt Beinahe unvorstellbar viel öffentliche Mittel mussten vom Bundesrat zur Rettung, der vor dem Kollaps stehenden UBS, aufgewendet werden. Noch ist die Sache immer nicht ausgestanden, es treten gar immer wieder neue Probleme aus der Geschäftstätigkeit der Bank an die Oeffentlichkeit. Ein schlechtes Gefühl. Um einiges erfreulicher gestalten sich die Aktivitäten der Aargauer Kantonalbank. Auch im vergangenen Jahr lieferte die Kantonalbank dank gutem Geschäftsgang wieder 50 Mio Franken an den Kantonshaushalt ab. Noch immer haben zahlreiche neoliberale Stimmungsmacher ihr Ziel die Privatisierung der Kantonalbanken nicht aufgegeben. Dank der kantonalen SP-Initiative „Für eine sichere Aargauer Kantonalbank“ kann diesen Bestrebungen bei uns im Kanton jetzt entgegengetreten werden. Der Initiativ-Text verlangt verbindlich, dass sich „die AKB vollständig im Besitz des Kantons befindet.“ Die Stimmberechtigten können so Nägel mit Köpfen machen. Das Vorgehen dazu ist äusserst einfach: Unter www.sp-aargau.ch den Unterschriftenbogen herunterladen. Die Initiative unterzeichen, wenn möglich auch noch Nachbarinnen und Freunde dafür gewinnen das Anliegen zu unterstützen, und abschicken. Handeln, sein demokratisches Recht wahrnehmen um Bewährtes zu erhalten. Ein gutes Gefühl. Albert Gassmann, Kaisten Gezielt und wirksam in die Zukunft investieren Dass laut
letzten Armutsstudien in der reichen Schweiz jedes siebente Kind in
Armut aufwächst ist alarmierend. Viele dieser arm
Aufgewachsenen sind auch im Erwachsenenleben von wirtschaftlicher Not
betroffen. Diverse Entwicklungen (working poor, Einelternfamilien,
Arbeitslosigkeit) führen dazu, dass für Familien das
Kinderhaben zu einem Armutsrisiko werden kann. Ein verantwortungsvoller
Staat darf dies nicht zulassen. Mit der Unterstützung der
Aargauischen Volksinitiative „Chancen für Kinder
– gemeinsam gegen Familienarmut“, lanciert
von der SP, kann dagegen angegangen
werden. Die Initiative verlangt neu in der Verfassung:
„Zusätzlich zur Ausrichtung von Familienzulagen
werden zur gezielten Unerstützung von Kindern
einkommensschwacher Familien bis zur Beendigung der obligatorischen
Schulzeit Kinderbeihilfen ausgerichtet.“
Die Abwicklung dieser Unterstützung, vergleichbar mit den
bewährten Ergänzungsleistungen zur AHV,
erfolgt effizient über die Sozialversicherung
Aargau. Mehr dazu: www.sp-aargau.ch Albert Gassmann, Kaisten Brauchen wir neue Atomkraftwerke? Zur Herstellung von Kernbrennstoffen wird bekanntlich Uran
benötigt. Da in der Schweiz keine abbauwürdige
Vorkommen bekannt sind, muss Uran importiert werden. Die Menge des
verfügbaren Urans ist begrenzt und die bekannten
Vorräte werden allmählich erschöpft sein.
Dies wird in Zukunft zu massiven Preiserhöhungen
führen für diesen Rohstoff, wie wir es
kürzlich beim Erdöl erlebt haben. Rolf Keller, Wölflinswil Was ist Bürgerlich? Diese Frage habe ich mir oft gestellt und versuche Antworten
zu geben. Diese Wahrnehmungen über CVP, FDP, SVP, und weiter
rechts politisierende, begannen 1969/70 als aktiver Sozialdemokrat in
der Gemeinde, im Bezirk, im Kanton und der nationalen Politik. Etwelche
bürgerliche Exponenten glaubten immer wieder zu Wissen, - wie
Sozialdemokraten denken. Die Mitte befand darüber ob
die Zeit reif ist für Sozial- und Frauen-Themen. Bis zum
Mauerfall in Berlin wurde man einfach in den Osten verbannt. Dies ist
zum Teil immer noch, mit der Verteufelung von fortschrittlichen
Vorschlägen wie bei der Migration, Asylwesen,
Drogen- der Umwelt-Politik, wird man zur
Zielscheibe von konservativen Machtmenschen. Alleine sechs Schriften
von Christoph Blocher über „Freiheit statt
Sozialismus“ wurden im Lande verteilt. Mit
gegenseitigem Respekt könnte man sachlich und konstruktiv
über alle Themen streiten! Die Pioniere werden bei
der politischen Umsetzung von den rechtsbürgerlichen
Populisten behindert und polemisch bekämpft. Wohnbauförderung – Ist keine Staatsaufgabe. Die Krankenversicherungen – Der Kantönligeist ist unüberwindbar, die Versicherungen sind die Themenführer, die Politik hinkt hinterher. Aus dem Umweltbereich, Seveso und der Sando-Brand liessen zwar aufhorchen, aber Entsorgungsprobleme von der Abfallbewirtschaftung, der Kernenergie, der Wiederverwertung sowie der Rückgewinnung von Stoffen aller Art wurden zulange negiert. Die Politik muss machbare Ziele vorgeben und nicht umgekehrt. Der Abfallkataster, die Sondermülldeponien auch diejenige von Kölliken lassen Grüssen. Mit nur technischen Beurteilungen können so komplexe Probleme nicht gelöst werden und kosten nun viel Lehrgelt. (Keine Meisterleistung der Ingenieure) Die echten Probleme mit dem Wald wurden leider überzeichnet, (Waldsterben) doch der Vitalitätsverlust des Waldes geht munter weiter. Landwirtschaftpolitik, es waren in den 80-iger Jahren die Sozialdemokraten welche konsequent mehr Rücksichtnahme im Artenschutz von Pflanzen und Tieren forderten. (Vor den Grünen) Und ein erlebtes Beispiel als Grossrat, eine Kommission besuchte einen Entsorgungsbetrieb. Ich stellte einige gravierende Mängel fest, die Sachverständigen wie die Politiker reagierten nicht auf die Hinweise. Die Gefahren für die Mitarbeiter beschäftigten mich und besprach die Situation mit der zuständigen Fachstelle, bat selbstverständlich um diskrete Bearbeitung. Das Resultat war, eine heftige Rüge mit Belehrungen seitens der Kommission, - eine bürgerliche Schelte. Ab 1980 veröffentlichte der Club of Rom Berichte zu den globalen Themen, es erschienen Bücher von Wissenschaftern wie „Neuland des Denkens“ 1980 von Frederic Vester. Als Mitglied des Parlamentes habe ich mich zu einigen dieser Themen geäussert, auch heute über 20 Jahre später, ist „Vernetztes Denken“ mehr den je gefordert, erst wann diese Botschaft bei den Bürgerlichen angekommen ist, können wir hoffen „Yes we can“. Noch ein Hinweis auf ein lesenswertes Buch von Marion Gräfin Dönhoff, einer bürgerlichen Wissenschafterin 1997; „Zivilisiert den Kapitalismus“ Grenzen der Freiheit, mit 12 Thesen gegen die Masslosigkeit. Diese Mahnungen wurden überhört, erklären aber einiges über die gegenwärtigen Probleme der Weltwirtschaft! Demokratisch und sozial = sozialdemokratisch wählen, Liste 2 Kurt Bischofsberger, Wittnau Chance für moderne Lösung nicht verpassen Am 30.November kann die vom Bundesrat bereits vor mehr als 10 Jahren in Aussicht gestellte Flexibilisierung des AHV-Rentenalters realisiert werden. Zur Abstimmung gelangt eine ausgewogene und unbürokratische Vorlage. Für einen zusätzlichen AHV-Beitrag von Fr. 6.50 pro Monat erhält ein Beschäftigter mit einem Durchschnittseinkommen inskünftig die Möglichkeit ab dem 62. Altersjahr die ordentliche AHV-Rente zu beziehen. Eine beträchtliche Erleichterung, die v.a. Beschäftigten mit tiefen Einkommen und schwerer körperlicher Arbeit zu gute kommen wird. Im gewerkschaftlichen Alltag sehen wir immer wieder, dass ein frühzeitiger Altersrücktritt für viele Arbeitnehmende dringend nötig ist. Zu oft werden durch Kosteneinsparungsprogramme, betriebliche Umstrukturierungen und der Einführung von neuen Technologien ältere Arbeitnehmer an den Rand gedrängt. Die Möglichkeit zu einer flexiblen Pensionierung wird den Betroffenen zu einem würdigeren und selbstbestimmteren Austritt aus dem Arbeitsleben verhelfen. Die Kosten für die ausgewogene Vorlage kann den Arbeitgebern zugemutet werden und ist auch von der finanziell gesunden AHV verkraftbar. Dank dem angewendeten Umlageverfahren ist es zudem eine klar kostengünstige Lösung. Andere Lösungsansätze, die auf dem Kapitaldeckungsverfahren basieren, sind viel teurer und somit lediglich den Gutverdienenden vorbehalten. Auch sind diese mit viel grösseren Unsicherheiten behaftet, wie uns die aktuelle Börsenkrise soeben brutal vor Augen geführt hat. Mit einem überzeugten Ja an der Urne kann ein sinnvoller Schritt im Interesse der grossen Mehrheit der Arbeitnehmenden in diesem Land getan werden. Einer Arbeitnehmerschaft die durch ihre jahrzehntelangen Berufstätigkeit viel zum Wohlstand unserer Gesellschaft beigetragen hat. Albert Gassmann, Kaisten Ein Ja auch für die Jugend Ich lege ein klares Ja zur
Personenfreizügigkeit in die Urne, weil es auch ein Ja zu
einer zukunftsorientierten Bildung bedeutet. Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick Verbandsbeschwerde-Initiative: Unnötig und unsinnig! Am 30. November stimmen wir über eine Volksinitiative ab, die das Beschwerderecht der Natur- und Heimatschutzverbände erheblich einschränken will. Die Initianten offenbaren dabei ein seltsames Verständnis von Demokratie und Rechtsstaat. Die Verbände können keine Entscheide fällen und ein Projekt verhindern. Sie sind lediglich Anwälte der sprachlosen Natur und können mit einer Beschwerde auf mögliche Verstösse gegen das demokratisch legitimierte Umweltrecht hinweisen. Der Entscheid wird von einem Gericht gefällt. Die Richter werden vom Volk oder von Parlament in einem demokratisch beschlossen Verfahren gewählt. Das Gericht kann ein Projekt nur dann stoppen oder abändern, wenn es geltendes Recht verletzt. Dass Gerichte die Einhaltung der geltenden Gesetze überprüfen ist in einem Rechtsstaat eine Selbstverständlichkeit. Es ist nicht einzusehen, warum sich eine Gemeindeversammlung über Gesetze hinwegsetzen kann, die für alle Schweizerinnen und Schweizer gelten. Die hohe Erfolgsquote von Verbandsbeschwerden zeigt zum Einen, dass dieses Instrument nötig ist. Zum anderen sehen wir, dass die Verbände verantwortungsvoll mit ihrem Beschwerderecht umgehen. Unterliegen sie, müssen sie zudem die Verfahrenskosten tragen. Dass sich ausgerechnet die FDP, die sich selbst als staatstragende Partei versteht, in plumpen Populismus übt ist bedauerlich. Umso erfreulicher ist es, dass namhafte Vertreter ebendieser Partei die Initiative ablehnen. NEIN zu dieser unsinnigen und unnötigen Initiative. Lukas Musumeci, SP, Gipf-Oberfrick Verbandsbeschwerderecht Niemand kontrolliert sich selbst, dies ist ein gängiger Satz in Politik und Wirtschaft. Das Beschwerderecht für Verbände, ist in diesem Sinne ein Sicherheitsventil über die Anwendung von Gesetzen wie deren Freiräume von Behörden. Gleich zwei bekannte emeritierte Professoren, Georg Müller, Erlinsbach, für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Zürich, sowie René Rhinow, Seltisberg, für öffentliches Recht an der Universität Basel, beurteilen diese Initiative als eine Fehlkonstruktion. Umweltminister Moritz Leuenberger meint dazu, „Die Umweltverbände verfügen nicht über spezielle Rechte. Sie können Klage gegen Bauprojekte erheben, wenn diese Umweltrecht verletzen. Die Umwelt ist ein schützenswertes Rechtsgut“. Wer sich auf den Rechtsstaat beruft, muss somit anerkennen, dass diese Anwaltsfunktion für die Menschen wie die Umwelt sehr wichtig ist. Die Gerichtspraxis, Beziehungsweise die Mehrheit der Entscheide bestätigen dies, darum Nein zur dieser Initiative. Kurt Bischofsberger, Wittnau
|