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SP oberes Fricktal
  

Reformen der Volksschule
von Kurt Bischofsberger, Wittnau


Schul- UND Komplementärmedizin
von Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick


Polemische SVP-Inserate
von Kurt Bischofsberger, Wittnau


Eine Entschuldigung genügt nicht!
von Kurt Bischofsberger, Wittnau


Ökologisch und sozial
Gedanken zu den Grossratswahlen


Gefühle und Bankenwelt
von Albert Gassmann, Kaisten


Gezielt und wirksam in die Zukunft investieren
von Albert Gassmann, Kaisten


Brauchen wir neue Atomkraftwerke?
von Rolf Keller, Wölflinswil


Was ist bürgerlich ?
von Kurt Bischofsberger, Wittnau


Chance für moderne Lösung nicht verpassen
von Albert Gassmann, Kaisten


Ein Ja auch für die Jugend
von Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick


Urs Hofmann in den Regierungsrat
von Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick


Unnötig und unsinnig!
von Lukas Musumeci, Gipf-Oberfrick


Verbandsbeschwerderecht
von Kurt Bischofsberger, Wittnau


Für eine aufgeklärtere Sicht in Drogenfragen
von Michael Zimmermann, Kaisten


Für ein flexibles AHV-Alter
von Kurt Bischofsberger, Wittnau


Königsfelden bleibt Lebensraum für psychisch kranke Menschen
Doris Benker, ehemalige Grossrätin, Möhlin
Elisabeth Burgener, Grossrätin, Gipf-Oberfrick


Reformen der Volksschule
Für die Familie wie die Gesellschaft ist die Bildung die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Bewältigung des Lebens. Wer Lust hat am Lernen hat auch Freude und Erfolg, ist in der Lage selbstständig und selbstbewusst das Leben zu gestalten. Gerade der Kaktus mit seinen Stacheln ist eine interessante aufs Überleben ausgerichtete Pflanzenart und eignet sich eher als Symbol für die Zustimmung für die Bildungsvorlagen. Wer über eine entsprechende Grundausbildung verfügt, ist kritikfähig und in der Lage zwischen Behauptungen und Fakten zu unterscheiden. (Stacheln, Blüten, Früchte) Der ewige Krieg zwischen konservativem und fortschrittlichem Denken und Handeln findet ohnehin immer und überall statt. Auch Reformen im Bildungswesen führen gewollt und gezielt zu Veränderungen. Wollen wir nun Ängste schüren oder Hoffnungen wecken. Nach eingehender Information der Abstimmungsvorlagen, wozu  die Mehrheit des Parlamentes wie die Regierung die Annahme empfehlen. Stellt sich die Frage, leben die Gegner mit dem Bildungskaktus und ihren Argumenten in einer anderen Welt?

Es ist verständlich, dass Lehrerinnen und Lehrer Vorbehalte haben, die Dynamik der Wirtschaft fordert solche Veränderungen von allen anderen Berufsgattungen ebenfalls. Für die Zukunft ist, Denken vernetzen sowie Teamarbeit gefordert. Und genau diese Zielsetzung beinhaltet die Eingangsstufe wie die der Harmonisierung, einerseits für die Lehrpersonen und im besondern für die Kinder. Nicht die Namen machen das Wesen einer Schule aus, sondern die gute Ausbildung der Jugendlichen um sich motiviert und leistungsfähig sich zu behaupten.

Gerade weil die Befürworter nicht wollen was mit dem „Bildungs-Kaktus“ behauptet wird, empfehle ich, stimmen Sie mutig und zukunftsweisend 5x Ja.

Kurt Bischofsberger, Wittnau
 


Schul- UND Komplementärmedizin
Beide haben Stärken und Schwächen. Nutzen wir die Stärken von beiden und sagen am 17. Mai JA zur „Zukunft mit Komplementärmedizin“. Ein JA bedeutet bessere Behandlungserfolge und eine einheitliche Qualitätssicherung in der ganzen Schweiz. Antroposophische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Pflanzenheilkunde und die Traditionelle Chinesische Medizin müssen, nachdem sie mit fadenscheinigen Begründungen ausgeschlossen wurden, wieder und definitiv in die Grundversicherung aufgenommen werden.

Elisabeth Burgener, Grossrätin, Gipf-Oberfrick
www.e-burgener.ch/
 


SVP Inserat in verschiedenen Tages-Zeitungen
 Einmal mehr macht die SVP mit polemischen Inseraten Politik.
- So wird die Schweiz verraten
- Die Bundesräte knicken kampflos ein.
- Die Linken wollen unser Bankkundengeheimnis kaputt machen.
- Die SVP will keinen Schnüffelstaat.
- Verteidigen Sie die Schweiz
Dies sind Sätze aus dem Inserat, einmal mehr ist es Polemik, es werden Un- und Halbwahrheiten verbreitet. Dazu wird ein Bild mit Bundesrätin M. Calmy-Rey verwendet.
Mit den Stiefeln und dem schwarzen Schaf wurden Fremde ausgegrenzt, nun geht es gewählten PolitikernInnen welche für eine offene transparente Politik einstehen an den Kragen, sie werden zu Landesverrätern.
Es ist Sache der SVP, wenn sie eine Reihe ihrer integren Personen ausgegrenzte, es gibt ja inzwischen eine neue Partei nur von ehemaligen SVP Mitgliedern. Ebenso gibt es SVP Mitglieder welche diesen populistischen Stil nicht mögen ja stört!
Wer beruft sich stets auf die Eigenverantwortung?
Wo bleibt die Eigenverantwortung bei solchen Verlautbarungen, ist jedes Mitglied der Partei mit-verantwortlich? Wenn dies so ist, so ist es unehrlich sich hinter dem Kollektiv der Organisation zu verstecken, und es ebenso unwürdig und respektlos gegenüber den angeschwärzten Menschen.
Es kann sich niemand damit rechtfertigen, er wisse nicht, was Gut und Böse, Recht und Unrecht sei, den schliesslich wurde dies uns in der Erziehung, und Ausbildung mit auf den Lebensweg gegeben. So reagiere und reklamiere ich als Demokrat als Christ aber insbesondere als Sozialdemokrat auf diese weitere Kampagne.
Auch ständige Widerholungen machen Lügen und Unterstellungen nicht zur Wahrheit, politische Auseinandersetzungen ja, aber auf einer Basis von Respekt und Konflikt- und Konsensfähigkeit.

Kurt Bischofsberger, alt Grossrat SP, Wittnau
www.bischofsberger-kurt.ch/ 
 


Dieser Leserbrief wurde von der AZ nicht veröffentlicht

Eine Entschuldigung genügt nicht!
Die Affäre mit einem anonymen Inserat gegen Rainer Huber hat viele Emotionen ausgelöst.
Noch vor dem 2. Wahlgang forderte SVP Präsident Thomas Lüpold öffentlich den Rücktritt von Fraktionschef A. Glarner. Das Auftreten in der Sendung Arena  wie seine ausgrenzenden Werbekampagnen sind bekannt, pauschale Verunglimpfungen gegen alles Linke bringen ihn jeweils in Stimmung. Der neue gewählte Regierungsrat Alex Hürzeler hat sich im Vorfeld ebenfalls von solchen Machenschaften distanziert.

Nun die Wahl ist vorbei und man könnte wieder zur Tagesordnung übergehen. Drei Tage nachher  mahnt SVP Nationalrat Hans Killer zur Besonnenheit, während die SVP Strategen Gregor Biffiger und A. Glarner bereits wieder weitere Aktionen planen. (Tele M1)

Unter dem Titel „Keiner wählt Hetzer“ schrieb AZ Redaktor W. De Schepper einen treffenden Kommentar zu dieser Affäre. Der bisherige Ablauf in drei Akten: 1. Die anonyme Botschaft mit den Bildern gegen eine öffentliche Person. 2. Die Empörung über den Skandal, welcher den Stoff lieferte für die Medien.(AZ 2./3./4.02) 3. Das Verharmlosen und Vergessen wird durch den SVP Vizepräsident NR H. Killer eingeleitet. (AZ 10.02 BBR) sowie dem Bericht „Burgfrieden“ (AZ 11.02)

Es bleibt ein (anonym) diffamiertes Opfer und die Empörung, und die Frage, wo bleibt der Rechtstaat, worauf sich im besondern immer die Täter berufen?

Bei solchen Affäre mit Briefen, Inseraten oder Flyer, die Anonymität wird gezielt und geplant eingesetzt. Bei einem falschen Verdacht müssten die Opfer das Risiko einer Ehrverletzungsklage eingehen! Trotz dem guten Kommentar von W. De Schepper „Keiner wählt Hetzer“, bleibt als Tat der eindeutige Missbrauch der freien Meinungsäusserung, - gegen Menschen, Gruppen, ja Teile der Bevölkerung. Hat der Rechtsstaat gegen solche Machenschaften wirklich keine Rechtsmittel!? Schönreden hilft nicht weiter auch wenn in diesem Fall zwei Namen bekannt wurden.

Kurt Bischofsberger, alt Grossrat SP, Wittnau
www.bischofsberger-kurt.ch/ 

 


Gefühle und Bankenwelt
Beinahe unvorstellbar viel öffentliche Mittel mussten vom Bundesrat zur Rettung, der vor dem Kollaps stehenden UBS, aufgewendet werden. Noch ist die Sache immer nicht ausgestanden, es treten gar immer wieder neue Probleme aus der Geschäftstätigkeit der Bank an die Oeffentlichkeit. Ein schlechtes Gefühl. Um einiges erfreulicher gestalten sich die Aktivitäten der Aargauer Kantonalbank. Auch im vergangenen Jahr lieferte die Kantonalbank dank gutem Geschäftsgang wieder 50 Mio Franken an den Kantonshaushalt ab. Noch immer haben zahlreiche neoliberale Stimmungsmacher ihr Ziel die Privatisierung der Kantonalbanken nicht aufgegeben. Dank der kantonalen SP-Initiative „Für eine sichere Aargauer Kantonalbank“ kann diesen Bestrebungen bei uns im Kanton jetzt entgegengetreten werden. Der Initiativ-Text verlangt verbindlich, dass sich „die AKB vollständig im Besitz des Kantons befindet.“  Die Stimmberechtigten können so Nägel mit Köpfen machen. Das Vorgehen dazu ist äusserst einfach: Unter www.sp-aargau.ch den Unterschriftenbogen herunterladen. Die Initiative unterzeichen, wenn möglich auch noch Nachbarinnen und Freunde dafür gewinnen das Anliegen zu unterstützen, und abschicken. Handeln, sein demokratisches Recht wahrnehmen um Bewährtes zu erhalten. Ein gutes Gefühl.

 Albert Gassmann, Kaisten

 


Gezielt und wirksam in die Zukunft investieren
Dass laut letzten Armutsstudien in der reichen Schweiz jedes siebente Kind in Armut aufwächst ist alarmierend. Viele dieser arm Aufgewachsenen sind auch im Erwachsenenleben von wirtschaftlicher Not betroffen. Diverse Entwicklungen (working poor, Einelternfamilien, Arbeitslosigkeit) führen dazu, dass für Familien das Kinderhaben zu einem Armutsrisiko werden kann. Ein verantwortungsvoller Staat darf dies nicht zulassen. Mit der Unterstützung der Aargauischen Volksinitiative „Chancen für Kinder – gemeinsam gegen Familienarmut“,  lanciert von der SP,  kann dagegen angegangen werden. Die Initiative verlangt neu in der Verfassung: „Zusätzlich zur Ausrichtung von Familienzulagen werden zur gezielten Unerstützung von Kindern einkommensschwacher Familien bis zur Beendigung der obligatorischen Schulzeit Kinderbeihilfen ausgerichtet.“ Die Abwicklung dieser Unterstützung, vergleichbar mit den bewährten Ergänzungsleistungen zur AHV, erfolgt  effizient über die Sozialversicherung Aargau. Mehr dazu: www.sp-aargau.ch.  Kinderbeihilfen verringern das Start-Handicap benachteiligter Kinder und verhindern  gesellschaftliches Auseinanderdriften, gut für unser Zusammenleben und die Wirtschaft. 

Albert Gassmann, Kaisten

 


Brauchen wir neue Atomkraftwerke?
Zur Herstellung von Kernbrennstoffen wird bekanntlich Uran benötigt. Da in der Schweiz keine abbauwürdige Vorkommen bekannt sind, muss Uran importiert werden. Die Menge des verfügbaren Urans ist begrenzt und die bekannten Vorräte werden allmählich erschöpft sein. Dies wird in Zukunft zu massiven Preiserhöhungen führen für diesen Rohstoff, wie wir es kürzlich beim Erdöl erlebt haben.
Derzeit werden Vorkommen abgebaut, die ca. 1% Uran enthalten. Die Abtrennung des Urans vom Gestein erfolgt chemisch, die eingesetzten Chemikalien verbleiben teilweise in den übrigbleibenden Schlammmassen. Die Umwelt wird an den Abbaustellen mit riesigen Abraumhalden und giftigen, radioaktiven Schlammseen belastet. Doch vor allem hinterlassen die unsicheren Kernkraftwerke bei uns Atommüll, der eine grosse Gefahr über viele Generationen für Mensch und Umwelt darstellt.
Folglich ist die Kernenergie nicht nachhaltig und nicht verantwortbar.
Deshalb setzt sich die SP ein für den Atomausstieg, für die Förderung der erneuerbaren Energien und für Massnahmen zur Energieeffizienz. Dies ist langfristig der einzig sichere, umweltfreundliche und auch kostengünstige Weg der Energieerzeugung. Dieser Weg führt zudem zu Wertschöpfung im Inland und zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
Für eine sichere Energieversorgung mit erneuerbarer Energie – wählen Sie  Liste 2, SP.

Rolf Keller, Wölflinswil

 


Was ist Bürgerlich?
Diese Frage habe ich mir oft gestellt und versuche Antworten zu geben. Diese  Wahrnehmungen über CVP, FDP, SVP, und weiter rechts politisierende, begannen 1969/70 als aktiver Sozialdemokrat in der Gemeinde, im Bezirk, im Kanton und der nationalen Politik. Etwelche bürgerliche Exponenten glaubten immer wieder zu Wissen, - wie Sozialdemokraten denken. Die Mitte befand  darüber ob die Zeit reif ist für Sozial- und Frauen-Themen. Bis zum Mauerfall in Berlin wurde man einfach in den Osten verbannt. Dies ist zum Teil immer noch, mit der Verteufelung von fortschrittlichen Vorschlägen wie bei der Migration, Asylwesen,  Drogen- der  Umwelt-Politik, wird man zur Zielscheibe von konservativen Machtmenschen. Alleine sechs Schriften von Christoph Blocher über „Freiheit statt Sozialismus“ wurden im Lande verteilt.
Mit gegenseitigem Respekt könnte man sachlich und konstruktiv über alle Themen streiten! Die Pioniere werden bei der  politischen Umsetzung von den rechtsbürgerlichen Populisten behindert und polemisch bekämpft.

Einige Beispiele und deren Verdrängungsmechanismen:

Regional- und Landesplanung - Wir wollen keine sozialistische Planwirtschaft

Wohnbauförderung – Ist keine Staatsaufgabe.

Die Krankenversicherungen – Der Kantönligeist ist unüberwindbar, die Versicherungen sind die Themenführer, die  Politik hinkt hinterher.

Aus dem Umweltbereich, Seveso und der Sando-Brand liessen zwar aufhorchen, aber Entsorgungs-probleme von der Abfallbewirtschaftung, der Kernenergie, der Wiederverwertung sowie der Rückgewinnung von Stoffen aller Art wurden zulange negiert. Die Politik muss machbare Ziele vorgeben und nicht umgekehrt.

Der Abfallkataster, die Sondermülldeponien auch diejenige von Kölliken lassen Grüssen. Mit nur technischen Beurteilungen können so komplexe Probleme nicht gelöst werden und kosten nun viel Lehrgelt. (Keine Meisterleistung der Ingenieure)

Die echten Probleme mit dem Wald wurden leider überzeichnet, (Waldsterben) doch der Vitalitäts-verlust des Waldes geht munter weiter.

Landwirtschaftpolitik, es waren in den 80-iger Jahren die Sozialdemokraten welche konsequent mehr Rücksichtnahme im Artenschutz von Pflanzen und Tieren forderten. (Vor den Grünen)

Und ein erlebtes Beispiel als Grossrat, eine Kommission besuchte einen Entsorgungsbetrieb. Ich stellte einige gravierende Mängel fest, die Sachverständigen wie die Politiker reagierten nicht auf die Hinweise. Die Gefahren für die Mitarbeiter beschäftigten mich und besprach die Situation mit der zuständigen Fachstelle, bat selbstverständlich um diskrete Bearbeitung. Das Resultat war, eine heftige Rüge mit Belehrungen seitens der Kommission, - eine bürgerliche Schelte.

 Ab 1980 veröffentlichte der Club of Rom Berichte zu den globalen Themen, es erschienen Bücher von Wissenschaftern wie „Neuland des Denkens“ 1980 von Frederic Vester. Als Mitglied des Parlamentes habe ich mich zu einigen dieser Themen geäussert, auch heute über 20 Jahre  später, ist „Vernetztes Denken“ mehr den je gefordert, erst wann diese Botschaft bei den Bürgerlichen angekommen ist, können wir hoffen „Yes we can“.

Noch ein Hinweis auf ein lesenswertes Buch von Marion Gräfin Dönhoff, einer bürgerlichen Wissenschafterin 1997; „Zivilisiert den Kapitalismus“ Grenzen der Freiheit, mit 12 Thesen gegen die Masslosigkeit. Diese Mahnungen wurden überhört, erklären aber einiges über die  gegenwärtigen Probleme der Weltwirtschaft!

Demokratisch und sozial = sozialdemokratisch wählen, Liste 2

Kurt Bischofsberger, Wittnau

 


Chance für moderne Lösung nicht verpassen

Am 30. November kann die vom Bundesrat bereits vor mehr als 10 Jahren in Aussicht gestellte Flexibilisierung des AHV-Rentenalters realisiert werden. Zur Abstimmung gelangt eine ausgewogene und unbürokratische Vorlage. Für einen zusätzlichen AHV-Beitrag von Fr. 6.50 pro Monat erhält ein Beschäftigter mit einem Durchschnittseinkommen inskünftig die Möglichkeit ab dem 62. Altersjahr die ordentliche AHV-Rente zu beziehen. Eine beträchtliche  Erleichterung, die v.a. Beschäftigten mit tiefen Einkommen und schwerer körperlicher Arbeit zu gute kommen wird.  Im gewerkschaftlichen Alltag sehen wir immer wieder, dass ein frühzeitiger Altersrücktritt für viele Arbeitnehmende dringend nötig ist. Zu oft werden durch Kosteneinsparungsprogramme, betriebliche Umstrukturierungen und der Einführung von neuen Technologien ältere Arbeitnehmer an den Rand gedrängt. Die Möglichkeit zu einer flexiblen Pensionierung wird den Betroffenen zu einem würdigeren und selbstbestimmteren Austritt aus dem Arbeitsleben verhelfen. Die Kosten für die ausgewogene Vorlage kann den Arbeitgebern zugemutet werden und ist auch von der finanziell gesunden AHV verkraftbar. Dank dem  angewendeten Umlageverfahren ist es zudem eine klar kostengünstige Lösung. Andere Lösungsansätze, die auf dem Kapitaldeckungsverfahren basieren, sind viel teurer und somit  lediglich den Gutverdienenden vorbehalten. Auch sind diese mit viel grösseren Unsicherheiten behaftet, wie uns die aktuelle Börsenkrise soeben brutal vor Augen geführt hat. Mit einem überzeugten Ja an der Urne kann  ein sinnvoller Schritt im Interesse der grossen Mehrheit der Arbeitnehmenden in diesem Land getan werden. Einer Arbeitnehmerschaft die durch ihre jahrzehntelangen Berufstätigkeit viel zum Wohlstand unserer Gesellschaft beigetragen hat.

Albert Gassmann, Kaisten


Ein Ja auch für die Jugend

Ich lege ein klares Ja zur Personenfreizügigkeit in die Urne, weil es auch ein Ja zu einer zukunftsorientierten Bildung bedeutet.
Die Personenfreizügigkeit ermöglicht es Schweizerinnen und Schweizern, es sind zurzeit ca. 400 000, sich im EU-Raum weiterzubilden, Kenntnisse anzuwenden und berufliche Erfahrungen zu sammeln. Neben der Hochschulbildung werden durch die Abkommen auch berufliche Auslandspraktika, Lehraufenthalte und Fortbildungen ermöglicht, was einer grossen Bereicherung der bei uns angebotenen Schul-, Berufs-, und Erwachsenenbildung entspricht.
Die Personenfreizügigkeit steht also auch für Bildungsfreiheit, Chancen auf dem Arbeitsmarkt und bessere Berufsaussichten. Ein Nein wäre ein riesiger Rückschritt.

Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick
SP-Grossrätin,  www.e-burgener.ch/

 


Urs Hofmann in den Regierungsrat

„Wenn infolge guter Konjunkturlage kurzfristig Steuersenkungen beschlossen werden, dann müssen sie allen zugute kommen, vorab denjenigen, die am meisten darauf angewiesen sind: Familien mit Kindern, die unter der hohen Teuerung am meisten leiden.“
Diese Aussage stammt von Regierungsratskandidat Urs Hofmann, der sich in einem überparteilichen Komitee gegen die vorgezogene  Einführung der Steuergesetzrevision einsetzt.
Im Jahr 2006 hat das Aargauer Stimmvolk diese Revision angenommen. In der Vorlage wurde bewusst eine zeitliche Staffelung der Inkraftsetzung der einzelnen Steuererleichterungen von 2007 bis 2010 vorgesehen.  Nun soll dieser Volksentscheid über den Haufen geworfen werden, damit die hohen und höchsten Einkommen ein Jahr früher von der Steuererleichterung profitieren können. Auf der anderen Seite hat der Kanton bei der Einführung der Familienzulagen, die vor allem den weniger verdienenden Familien zugute kommt, bis zum letztmöglichen Termin gewartet!
Mit Urs Hofmann ist garantiert, dass ein Politiker im Regierungsrat ist, der sich einsetzt für Durchschnittsverdienende, gute Rahmenbedingungen für Familien und einem sozialen Netz für alle. Seine langjährige, politische Erfahrung, die geprägt ist durch  Lösungsorientiertes Handeln, wird in weiten Kreisen geschätzt.

Darum: Ja zu Urs Hofmann in den Regierungsrat, nein zur vorgezogenen Steuergesetzrevision.

 Elisabeth Burgener
Co-Präsidentin SP Bezirk Laufenburg
Grossrätin, Gipf-Oberfrick


Verbandsbeschwerde-Initiative: Unnötig und unsinnig!

 Am 30. November stimmen wir über eine Volksinitiative ab, die das Beschwerderecht der Natur- und Heimatschutzverbände erheblich einschränken will. Die Initianten offenbaren dabei ein seltsames Verständnis von Demokratie und Rechtsstaat. Die Verbände können keine Entscheide fällen und ein Projekt verhindern. Sie sind lediglich Anwälte der sprachlosen Natur und können mit einer Beschwerde auf mögliche Verstösse gegen das demokratisch legitimierte Umweltrecht hinweisen.

Der Entscheid wird von einem Gericht gefällt. Die Richter werden vom Volk oder von Parlament in einem demokratisch beschlossen Verfahren gewählt. Das Gericht kann ein Projekt nur dann stoppen oder abändern, wenn es geltendes Recht verletzt. Dass Gerichte die Einhaltung der geltenden Gesetze überprüfen ist in einem Rechtsstaat eine Selbstverständlichkeit.

Es ist nicht einzusehen, warum sich eine Gemeindeversammlung über Gesetze hinwegsetzen kann, die für alle Schweizerinnen und Schweizer gelten. Die hohe Erfolgsquote von Verbandsbeschwerden zeigt zum Einen, dass dieses Instrument nötig ist. Zum anderen sehen wir, dass die Verbände verantwortungsvoll mit ihrem Beschwerderecht umgehen. Unterliegen sie, müssen sie zudem die Verfahrenskosten tragen.

Dass sich ausgerechnet die FDP, die sich selbst als staatstragende Partei versteht, in plumpen Populismus übt ist bedauerlich. Umso erfreulicher ist es, dass namhafte Vertreter ebendieser Partei die Initiative ablehnen. NEIN zu dieser unsinnigen und unnötigen Initiative.

Lukas Musumeci, SP, Gipf-Oberfrick

10.11.08           


Verbandsbeschwerderecht

Niemand kontrolliert sich selbst, dies ist ein gängiger Satz in Politik und Wirtschaft. Das Beschwerderecht für Verbände, ist in diesem Sinne ein Sicherheitsventil über die Anwendung von Gesetzen wie deren Freiräume von Behörden. Gleich zwei bekannte emeritierte Professoren, Georg Müller, Erlinsbach, für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Zürich, sowie René Rhinow, Seltisberg, für öffentliches Recht an der Universität Basel, beurteilen diese Initiative als eine Fehlkonstruktion. Umweltminister Moritz Leuenberger meint dazu, „Die Umweltverbände verfügen nicht über spezielle Rechte. Sie können Klage gegen Bauprojekte erheben, wenn diese Umweltrecht verletzen. Die Umwelt ist ein schützenswertes Rechtsgut“.

Wer sich auf den Rechtsstaat beruft, muss somit anerkennen, dass diese Anwaltsfunktion für  die Menschen wie die Umwelt sehr wichtig ist. Die  Gerichtspraxis, Beziehungsweise die Mehrheit der Entscheide bestätigen dies, darum Nein zur dieser Initiative.

Kurt Bischofsberger, Wittnau


Für eine aufgeklärtere Sicht in Drogenfragen

Heute ist es immer noch verboten, Cannabis zu konsumieren. 600'000 Schweizer und Schweizerinnen kiffen trotzdem. Es fragt sich ernsthaft, ob das Verbot nicht wirkungslos ist. Klar ist: Kiffen birgt seine Risiken. Der Staat muss Leitplanken setzen und den Cannabismarkt überwachen. In Zukunft müssen aber andere Mittel gefunden werden, die bessere Wirkungen erzielen. Häufig wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen: Während organisierte Drogendealerbanden sich den Fängen der Polizei oft entziehen können, geraten die Klein-Händler häufig in die Mühlen des staatlichen Repressionsappartes.

Das Umsatzvolumen im Cannabis-Handel beträgt etwa 1 Milliarde Franken pro Jahr. Durch die Nichtbesteuerung des Handelns mit Cannabis gehen dem Staat hunderte Millionen an Steuereinnahmen verloren.

Ein weiteres Problem sind die mit Glassplittern und Pestiziden verunreinigten auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Hanf-Produkte, wodurch die Lungen und Atemwege der oft jugendlichen Kiffer verletzt werden können. Die Hanf-Initiative ermöglicht den Schutz der Konsumenten und eine Deklarationspflicht für Herkunft, Sorte und THC-Gehalt der Hanfprodukte.

Es ist stossend, wenn jährlich 30'000 Personen wegen Cannabisbesitzes verzeigt werden, währen die Grossen im Geschäft laufen gelassen werden. Anstatt die immens hohen Summen in den Polizei- und Justizapparat zu stecken, soll das Geld gescheiter für eine wirkungsvolle Prävention verwendet werden.

Ein anderer Punkt ist die straflose Selbstschädigung: Gemäss dem schweizerischen Strafgesetzbuch ist Selbstschädigung straflos.  Geht man vom System des Strafrechts aus, muss man sich ausserdem immer fragen, welches Rechtsgut denn geschützt werden solle durch ein Verbot: Warum darf der Staat den Erwachsenen in diesem Land vorschreiben, dass sie sich nicht selbst schädigen dürfen? Für den Fall des Cannabis-Konsums muss der schwammige Begriff „öffentliche Gesundheit“ herhalten, weil kein anderes Rechtsgut ersichtlich ist, das geschützt wird durch das Verbot. Es ist mehr als unklar, was unter diesem Begriff zu verstehen ist.

Die Hanf-Initiative ermöglicht, dass Erwachsene, die kiffen, straflos bleiben. Die Jugendlichen werden aber bestraft. Durch die klare Regelung wird der grassierenden Rechtsunsicherheit in diesem Bereich und der in den Kantonen wuchernden Willkür ein Ende gesetzt. Das Motto für die Jugendlichen ist klar: Bevor ihr nicht 18 Jahre alt seid, ist es euch verboten zu kiffen.

Die Hanf-Initiative schafft klare Verhältnisse.

Michael Zimmermann, Kaisten, SP-Grossratskandidat


Für ein flexibles AHV-Alter

Glücklich ist wer gesund und vital bleibt und bis über das 65-zigste Altersjahr arbeiten will und kann. Älter werden läuft jedoch sehr unterschiedlich ab, oder infolge Umstrukturierungen und Verlagerungen gehen Arbeitsplätze verloren, dann werden die Jahre über sechzig zur Belastung. Dies zeigten die Schwankungen der Konjunktur in der Vergangenheit. Mit einem flexiblen Übergang ins Rentnerleben können verschiedene Bedürfnisse erfüllt  werden. Die Gegner dieser Initiative illustrieren ihre Meinung mit einer zusammenfallenden Bank, gegenwärtig  droht dieses Schicksal eher richtigen Banken. Mit bescheidenen Mitteln zu einem verkraftbaren Preis, bleibt die AHV weiterhin eine stabile Bank für den Ruhestand. Gute individuelle Lösungen werden nur mit einem Ja, „Für ein flexibles AHV-Alter“ möglich.

Kurt Bischofsberger, Wittnau


Königsfelden bleibt Lebensraum für psychisch kranke Menschen


Letzte Woche fällte der Aargauische Regierungsrat einen wichtigen und richtigen Entscheid: Das Hauptgebäude der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch wird wie bisher für die Bedürfnisse der Psychiatrie zur Verfügung stehen. Vorgesehen war eine Umnutzung zu Gunsten der Pädagogischen Hochschule im Rahmen der Campus-Überbauung Windisch/Brugg.
Nach beispielhaften Solidaritätsaktionen der Betroffenen, des Personals, der Windischer Bevölkerung und von Politikerinnen und Politikern aus allen Parteien zog die Regierung ihr Vorhaben zurück.
Die Folgen einer Umnutzung hätte eine humane und zeitgemässe Psychiatrie gefährdet, die unbedingt genügend Raum für einen erfolgreichen Therapieverlauf braucht. Der Entscheid für die Psychiatrie stimmt hoffnungsvoll. Die Sensibilität und der Einsatz zu Gunsten psychisch kranker Menschen ist wichtig. Gesellschaft und Politik müssen sich diesen Aufgaben annehmen.
Wir bedauern das Kräftemessen zwischen den Bereichen „Gesundheit und Bildung“ im Vorfeld der Entscheidung. Gerade das Personal aus diesen beiden Bereichen ist immer wieder betroffen von kantonalen Sparmassnahmen, z.B. bei Stellenabbau und Lohnfragen. Daher wird es auch in Zukunft wichtig sein, sich für diese Anliegen gemeinsam einzusetzen und zu wehren.

Doris Benker, ehemalige Grossrätin, Möhlin
Elisabeth Burgener, Grossrätin, Gipf-Oberfrick